"Angst" von Carola Morgenroth


Angst wird definiert als ein Unlustgefühl, das sich in einer Gefahrensituation einstellt, der man hilflos ausgesetzt ist.
Angst ist eine Reaktion des Körpers, der Gefühle und Gedanken als Auslöser die als bedrohlich empfunden werden. Angst ist ein beklemmendes Gefühl .


Was passiert im Körper, wenn wir Angst haben?

-Adrenalin wird ausgeschüttet die Hormone versetzen den Körper in Kampf-und Fluchtbereitschaft. Unser Körper reagiert mit Herzklopfen, der Puls wird schneller, die Atmung wird oberflächlich
- erhöhter Blutdruck, Magendruck, Durchfall, starker Harndrang, zittern, Schwindel-oder Ohnmachtgefühl, schwitzen, Engegefühl im Hals, erröten, erbleichen usw.


Wie reagieren wir Emotional?

- Gefühle der Enge
- Beklemmung
- Hilflosigkeit
- Verzweiflung
- Ohnmacht
- Depressive Verstimmung


Es gibt aber positive Seiten der Angst:

- Angst wirkt wie ein natürliches Alarmsystem, ein Signal, das uns auf eine Gefahr hinweist, darauf, das etwas nicht in Ordnung ist
- Angst lässt uns schneller und besser Gefahren erkennen
- Sie macht uns wacher und reaktionsfähiger
- Angst macht uns vorsichtig und lässt uns überlegter reagieren
- Sie gibt uns Kraft und Ausdauer um Gefahren zu entkommen.


Stellt euch mal vor:

Zwei Jungen klettern auf einen Hochleistungsmast, der eine ganz mutig voran, der andere aber hat Angst, er hat Angst, dass ihm etwas passieren könnte. Bei dem Jungen mit der Angst, wirkt Angst wie ein Schutz, wenn er nämlich genauso dumm wäre wie sein Freund, wäre er in größter Gefahr. Somit ist Angst nicht nur eine lästige, überflüssige Komponente unseres Daseins, sondern sie macht sehr wohl Sinn.


Es gibt wohl keinen unter uns, der nicht schon einmal Angst gehabt hat.

Ich kann mich an eine Geschichte aus meiner Kindheit erinnern:
Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen, mit vielen Tieren, meine Groflmutter lebte mit im Haus. An diesem Abend waren meine Eltern nicht zu hause. Meine Großmutter passte auf mich und meine Geschwister auf.
In dieser Nacht gab es ein schweres Gewitter. Es krachte und blitzte fürchterlich. Ich hatte furchtbare Angst. Wenn es blitzte zählte ich immer von eins bis - ja bis es wieder donnerte dann wusste ich wie weit das Gewitter noch entfernt war. Die Abstände von Blitz zu Donner wurden immer kürzer, und es gab einen fürchterlichen Krach: Der Blitz hatte in unseren Schweinestall eingeschlagen. An dieses Geräusch kann ich mich auch heute noch gut erinnern.

 

Auch JESUS redet von der Angst 

Und ER blendet sie nicht aus. Angst gehört zu unserem Leben dazu. Aber sie soll nicht gewinnen. Deshalb sagt ER:
In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. ( Johannes 16, 33)

Angst ist nicht immer schlecht. Es gibt eine Angst, die ist wichtig und die soll man auch gar nicht überwinden. Wie uns das Beispiel von den beiden Jungen und dem Hochleitungsmast zeigt. Oder wenn du auf einer glatten Strafle ein wenig ängstlich bist, dann bewahrt dich das womöglich vor einem Unfall. Wenn du Lampenfieber hast, Angst vor einer Präsentation am Arbeitsplatz oder vor einem Vortrag, dann sorgt diese Angst dafür, dass wir uns der Konsequenzen unseres Handeln sehr bewusst sind, und unser Bestes geben.
Diese Angst ist eine gute Sache, denn sie motiviert uns, das wir uns im Auto anschnallen, das wir regelmäflig zur Arbeit gehen und unsere Steuern zahlen.
Mücken kennen keine Angst, deshalb fliegen sie ins Feuer und verbrennen!!

Aber es gibt auch eine andere Angst: ich nenne sie die nutzlose Angst
Angst die unsere Lebensqualität beeinflusst, die uns lähmt und die kaputtmacht. Die unsere Arbeit behindert, die uns von der nötigen Erholung abhält, die uns gefangen nimmt, und die uns versklavt.
Das kenne ich auch. Angst kann uns den Schlaf rauben. Es gab Zeiten in meinem Leben, da hatte ich Angst auf der Arbeit etwas vergessen zu haben. Das kam soweit, dass ich Nachts aufgewacht bin und es schoss mir wie ein Blitz durch den Kopf, habe ich heute auch nichts vergessen? Ich habe dann noch mal jeden Arbeitsgang in meinem Kopf abgespielt und je mehr ich darüber nachdachte umso mehr Zweifel kamen auf. Ich habe mich sogar schon nachts um 3 Uhr ins Auto gesetzt und bin in die Praxis gefahren.
Wisst ihr was die Angst da tut sie malt Dinge in unserem Kopf die nicht wahr sind, sie sind weiter nichts als Lügen.

In Johannes 8, 44 bezeichnet Jesus den Teufel als einen Lügner und den Vater aller Lüge, seine Strategie ist es uns einzuschüchtern. Der Teufel verwirrt uns durch Falschheiten, die uns beeinflussen sollen.
Diese Angst will überwunden werden! Ansonsten wird sie unser Leben ruinieren!

GOTT lädt uns ein dieser Angst auf den Leib zu rücken.

Denn GOTT hat uns nicht einen Geist der Angst gegeben, sondern  den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.( 2. Timotheus 1; 7)

Jeder von uns wird von etwas anderem geängstigt. Da gibt es die Zukunftsängste, Existenzängste, Schulängste, Angst einen geliebten Menschen zu verlieren, die Todesangst...

GOTTES Plan ist es uns zu befreien von den Ängsten, die uns oft festhalten und die unser Leben manchmal völlig bestimmen können.

Die Wurzel aller Angst lässt sich auf den Sündenfall und damit auf die Trennung von GOTT zurückführen. Dazu möchte ich mit euch im 1.Buch Mose Kapitel 3 Vers 1-14 lesen:

Die Schlange war listiger als alle anderen Tiere, die GOTT der HERR, gemacht hatte: "Hat GOTT wirklich gesagt, dass ihr von keinem Baum die Früchte Essen dürft?" fragte sie die Frau. "Natürlich dürfen wir" antwortete die Frau, "nur von dem Baum in der Mitte des Gartens nicht. GOTT hat gesagt: Esst nicht von seinen Früchten, ja berührt sie nicht einmal, sonst müsst ihr sterben!"
"Unsinn! Ihr werdet nicht sterben. Widersprach die Schlange, aber GOTT weiß: wenn ihr davon esst, werden eure Augen geöffnet- ihr werdet sein wie GOTT und wissen was Gut und Böse ist."
Die Frau schaute den Baum an. Er sah schön aus! Seine Früchte wirkten verlockend, und klug würde sie davon werden! Sie pflückte eine Frucht, biss hinein und reichte sie ihrem Mann, und auch er aß davon.
Plötzlich gingen beide die Augen auf, und ihnen wurde bewusst, dass sie nackt waren. Hastig flochten sie Feigenblätter zusammen und machten sich einen Lendenschurz.
Am Abend als ein frischer Wind aufkam, hörten sie wie GOTT, der HERR, im Garten umherging. Ängstlich versteckten sie sich vor ihm hinter den Bäumen. Aber GOTT rief: "Adam, wo bist du?" Adam antwortete: "Ich hörte dich im Garten und hatte Angst, weil ich nackt bin. Darum habe ich mich versteckt."
"Wer hat dir  gesagt, dass du nackt bist?" fragte GOTT. "Hast du etwa von den verbotenen Früchten gegessen?" "Ja", gestand Adam "aber die Frau die du mir gegeben hast, reichte mir eine Frucht- deswegen habe ich davon gegessen!"
"Warum hast du das getan?" wandte der HERR sich an die Frau. "Die Schlange hat mich dazu verführt!" verteidigte sie sich.
Da sagte GOTT, der HERR, zur Schlange: "Das ist deine Strafe: Verflucht sollst du sein- verstoflen von allen anderen Tieren! Du wirst auf dem Boden kriechen und Staub schlucken, solange du lebst!"

Adam und Eva lebten zunächst in enger Gemeinschaft mit ihrem Schöpfer.
NÄHE und VERTRAUTHEIT  kennzeichnen ihre Beziehung. Bis sich beide verführen lassen, die Ordnungen GOTTES zu missachten. Adam und Eva hatten vorher immer in der Nähe Gottes, innerhalb seiner Ordnungen gelebt, sie wussten nicht, was passieren würde, wie GOTT nach dem Sündenfall auf sie reagieren würde. Sie erlebten Gefühle der Unsicherheit und Angst.

Durch die Sünde ( letztlich Misstrauen, ist die  Angst, etwas vorenthalten zu bekommen) verlor der Mensch die Nähe GOTTES und seine Geborgenheit in IHM. Die Folge war Angst vor GOTT. Alle unsere Ängste sind immer auch Ausdruck dieser Beziehungsstörung.

GOTTES Ziel für uns ist, uns von all unserer Sünde/Angst zu erlösen. ER weifl dass wir Angst haben und Er will uns von dieser befreien. SEIN Wille ist es, das wir ein furchtloses Leben führen. In der Bibel gibt es viele Aussagen darüber, dass wir uns nicht fürchten sollen:

In Jeremia 1; 8 steht:"Fürchte dich nicht, denn ICH bin bei dir." 

Wenn wir Markus 5; 36 aufschlagen, lesen wir: "Glaube, vertraue nur."

2. Mose 20; 20 "Fürchte dich nicht, denn GOTT ist hier."

Allerdings ist daraus nicht fälschlicherweise zu folgern, dass das Leben in der Nachfolge ein Leben ohne Leid ist, aber es sollte ein furchtloses Leben sein- dafür hat GOTT  auch die Voraussetzungen geschaffen. Das heiflt GOTT hat den verdienten Tod durch den Tod SEINES SOHNES am Kreuz aufgehoben, ER hat somit einen Zugang zur Gemeinschaft mit IHM geschaffen, GOTT will, dass wir Gemeinschaft mit IHM leben trotz unser Begrenztheit und unserer Ängste.

ER will Teilhaber sein an unseren negativen Gefühlen, um sie in SEINER Gegenwart zu verwandeln.
ER will nicht, dass wir selbst Lösungen schaffen.
ER will unsere LÖSUNG sein. ER liebt uns.

Diese Liebe GOTTES lässt sich an einem einzigen Ort festmachen: dem KREUZ.
Für den Umgang mit unseren Ängsten ist das KREUZ das Wichtigste. Manche von uns haben vielleicht tiefe Erfahrungen mit der LIEBE GOTTES gemacht. Das sind ganz kostbare GNADENGESCHENKE! Aber es kann sein das diese Gnadengeschenke inmitten der Angst keine Kraft und Bedeutung für uns haben?

Das KREUZ ist der Liebesbeweis GOTTES, an dem unsere Angst ein Ende finden kann.

In dem Maße wie wir das Geschehen am KREUZ für uns in Anspruch nehmen, werden wir frei, die Liebe GOTTES in uns zuzulassen, uns von IHM lieben zu lassen. ER liebt uns bedingungslos. Durch JESUS werden wir Überwinder von Ängsten und dem Tod.

In Johannes 4; 17-18 Wirkliche Liebe ist frei von Angst. Ja, wenn die Liebe uns ganz erfüllt, vertreibt sie sogar die Angst.

Wenn wir es zulassen uns  vom ERLÖSER LIEBEN ZU LASSEN, wird die Angst keinen Raum in uns gewinnen. Wir können uns noch so anstrengen, es wird uns nicht gelingen die Angst in uns hinaus zu stoflen, sondern einzig und allein die LIEBE GOTTES, die ER am Kreuz unter Beweis gestellt hat, befreit uns von der Angst.

Der Weg aus der Angst ist also ein kämpferischer Weg im Glauben, auf dem wir mit JESUS Sieger und Überwinder sind. GOTT lebt in uns durch den HEILIGEN GEIST, dadurch können wir uns nach dieser LIEBE GOTTES ausstrecken, dann wird ER uns begegnen und SEINE LIEBE in uns vollenden. Das ist SEINE Verheißung.

 

Ich möchte euch an einem Beispiel aus der Bibel zeigen, wie JESUS mit ANGST umgegangen ist

Im Markusevangelium Kapitel 14; 32-42 können wir nachlesen, das JESUS mit Angstgefühlen zu kämpfen hatte. Im Garten Gethsemane litt JESUS Todesängste und ER betete so eindringlich, das SEIN Schweiß wie Blut auf die Erde tropfte. Dort bittet ER Johannes, Petrus und Jakobus mit IHM zu wachen und zu beten. ER sucht die Gegenwart GOTTES, ER wandte sich im GEBET direkt an SEINEN VATER. JESUS ringt im Gebet, SEINEN Willen unter den SEINES Vaters zu stellen, ER ringt um Hingabe. GOTT ist mit IHM und stärkt IHN wie wir im Lukasevangelium Kapitel 22; 43 lesen können:  Da erschien ein Engel vom Himmel und gab IHM neue Kraft. 

ES gibt weitere Beispiele in der Bibel, über den Umgang mit Ängsten:

Dazu möchte ich euch eine Geschichte aus dem Markusevangelium Kapitel 4 ab Vers 35-40 vorlesen:
Hier sagt Jesus nicht zu seinen J¸ngern: Lasst uns nicht in der Mitte des Sees untergehen, sondern: LASST UNS HIN‹BERFAHREN!! Es gibt Zeiten in unserem Leben, wo einem der Wind ins Gesicht bläst. Und es gibt Situationen, wo das Lebensboot ins wanken gerät, das Wasser hineinschlägt und man zu versinken droht, aber wir werden nicht untergehen, weil wir Gehaltene, weil wir nicht auf uns allein angewiesen sind, sondern weil da noch jemand ist, der mit im Boot sitzt, der Halt gibt.

Glaube an SEIN Wort und VERTRAUE IHM, dass ER es gut mit dir meint.

In Markus 6; 45 lesen wir, das GOTT Angst machende Situationen zulässt.
JESUS trieb die Jünger dazu ins Boot zu steigen und schickte sie fort, sie sollten IHM vorausfahren. Auf dem See gerieten die Jünger dann in Seenot. Wenn wir weiterlesen, sind die Jünger völlig auf sich gestellt und von JESUS verlassen. Doch als JESUS auf den Berg blickte, sah ER wie die Jünger sich abkämpften. GOTT sieht dich!!

Wir können Angst als Chance sehen, IHN in seiner Größe und Realität zu begegnen. Es ist SEIN Ziel, das wir in unserer Angst IHM begegnen und wir dadurch zu einer tieferen Beziehung und Hingabe zu IHM hin gelangen.

Elisa hatte eine tiefe Beziehung zum Herrn, nachzuschlagen in 2. Könige 6; 8-16

-GOTT schickt erste Hilfe: indem JESUS den Jüngern entgegen geht und zu ihnen spricht: "Seid getrost ICH bins, fürchtet euch nicht." ER bringt den Sturm zum Schweigen
-GOTT ist es nicht egal, wie es dir ergeht: Im Psalm 18:8-16 können wir nachlesen, das GOTT zornig über Davids Feinde ist, die ihn so in Bedrängnis brachten.
-GOTT hat alles unter SEINER Kontrolle: Selbst dem schlimmsten Sturm kann JESUS gebieten zu schweigen. JESUS schläft im Sturm, geborgen im VATER, auch für dich gibt es einen Ort der Geborgenheit mitten im Sturm.
-GOTT gibt dir Kraft, dich mit IHM der Angst zu stellen und sie zu überwinden. Psalm 18; 30, 33-38

GOTT ist grofl und allmächtig, und wenn dich der nächste Sturm des Lebens rüttelt und schüttelt, dann bete zu diesem gewaltigen GOTT, vertraue JESUS dann kannst du erleben, was SEIN Wort verspricht. Denn SEIN Wort sagt in Psalm 50,15 Rufe mich an in der Not, so will ICH dich erretten und du sollst mich preisen.

Es kann dir nichts passieren, wenn der HERR mit dir im Boot sitzt, denn GLAUBE und VERTRAUEN ist stärker als Sturm und Wellen. GOTTVERTRAUEN schafft neue Denkräume, die auch mitten im Sturm zu entdecken sind und damit den Sturm auch legen können.


GEBET:
HERR DU bist in die Stürme des Lebens gekommen, um uns ganz nahe zu sein, dafür danken wir DIR und dafür loben und preisen wir DICH. DU bist bei uns alle Tage das sagt DEIN Wort. Danke HERR!

AMEN


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